Aktuell versteigert die von der Bundesregierung beauftragte Bundesnetzagentur die Lizenzen an Mobilfunk-Unternehmen, um auf den elektromagnetischen Frequenzbereichen von 2 GHz und 3,4 GHz bis 3,7 GHz senden zu dürfen. Zum Gesamtplan gehören aber auch Frequenzen von ca. 3.700 MHz – 3.800 MHz und 26 GHz, die für 5G-Übertragung genutzt werden sollen.

Im Sinne eines Schutzes der Bevölkerung vor gesundheitlichen Gefahren erwarten wir von der Bundesregierung (und den für den Gesundheitsschutz verantwortlichen Behörden) die Bevölkerung über die geplanten Vorhaben aufzuklären und die Einwohner in eine demokratische Abwägung von Nutzen und Gefahren miteinzubeziehen. Tatsächlich fanden wir auf den Internetseiten der Bundesregierung, des Bundesministeriums für Verkehr u. digitale Infrastruktur, sowie dem Bundesamt für Strahlenschutz nur positive Darstellungen der geplanten 5G-Anwendungen [1]. Risiken und Nebenwirkungen werden nicht beschrieben.

Eine unabhängige medizinische Studie zeigt an, dass die Gigahertz Strahlungsfrequenzen extrem stark von der Haut aufgenommen werden und die Entstehung von Krankheiten noch nicht annähernd erforscht ist [2].

Über die höheren Frequenzen (26 GHz) sagt sogar die für den Schutz der Bevölkerung verantwortliche Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz, I. Paulini, dass “noch wenig Erkenntnisse vorliegen” [3].

Vertiefende Sendungen und Internetseiten:


[1] https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/digital-made-in-de/frequenzvergabe-gesamtstrategie-fuer-flaechendeckenden-mobilfunkausbau-und-mobilfunkstandard-5g-1546640

Abgerufen am 30.4.19

[2] https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0013935118300331

[3] https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1359